Als ich das Gefühl hatte, es wird Zeit, Nägel mit Köpfen zu machen und mir eine Frau zu suchen, steckten dahinter durchaus auch praktische Überlegungen. Man schrieb die 80er Jahre und Frau war für mich gleichbedeutend mit Ehefrau und Hausfrau. Ein Mann hat schließlich keine Zeit für Hausarbeit. Und er will irgendwann zur Ruhe kommen und sein Leben so einrichten, dass die Grundbedürfnisse befriedigt sind. Also Dinge wie Sex, gutes Essen, gebügelte Klamotten und ein Haus ohne Staubschicht.
Eine Frau will zwar früher oder später ein Kind und ist dann für einen Mann eigentlich nur noch die Hälfte wert. Aber dafür kümmert sie sich um die gesamte Logistik des Alltags. Sie nimmt ihm also die Aufgaben ab, die einem Mann ohnehin nur lästig sind. Wie gesagt, es waren die 80er und damit eine Zeit, in der Frauen noch geheiratet werden wollten und von einem geregelten Leben als Hausfrau im Reihenhaus mit ein, zwei Kindern träumten.
Mittlerweile scheint diese Sorte Frau ausgestorben zu sein Die Frauen-Generation des neuen Jahrtausends steht nicht mehr auf ein Leben als Anhängsel eines Mannes, der das Geld verdient, während sie ihm den Rücken frei hält. Die Frauen von heute halten es für zeitgemäßer, stattdessen einen eigenen Job zu haben und die Tage in irgend einem Büro zu verbringen. Darüber kann man natürlich geteilter Meinung sein, aber der Zeitgeist hat sich eben verändert und die klassische Hausfrau ist ein Auslaufmodell.
Intelligente Technik statt Frauenhände
Doch auch die praktische Seite der üblichen Zweierbeziehung hat heute nicht mehr die Bedeutung von früher. Eine Frau für die Bügelwäsche braucht mittlerweile eigentlich niemand mehr. Hemden kauft man heute mit dem Attribut bügelfrei und wenn Mann ein paar Euro mehr ausgibt, kann er auch den Rest seiner Garderobe weitgehend knitterfrei haben und erspart sich damit die recht kostspielige eigene Hausfrau oder viele Stunden unnützer Eigenarbeit.
Anstelle eines Bügeleisens genügt dann meist ein handlicher Dampfglätter, der den knittrigen Anzug von gestern recht mühelos wieder flott und bereit für einen neuen Arbeitstag macht. Das daher nur ein paar Minuten und ist quasi zwischen Tür und Angel erledigt.

Im Handumdrehen ist alles glatt

Bügeleisen ist etwas für Hausfrauen. Der unabhängige Mann kauft knitterfreie Kleidung. Und wenn doch mal etwas einen frischen Look braucht, ist der Dampfbügler das Mittel, das schnell wieder für gutes Aussehen sorgt.


In der Küche sieht es nicht viel anders aus. Geschirrspülen von Hand erledigt schon seit Jahren die Spülmaschine. Für das schnelle Essen zwischendurch sorgt ein immer vielseitigeres Angebot aus der Tiefkühltruhe. Der Zeit raubende Gang zum Supermarkt wird durch den Lieferdienst ersetzt, und wer es ganz komfortabel haben will, lässt sich seine Mahlzeiten portionsgerecht abgewogen und komplett mit Kochanleitung von HelloFresh liefern. Das spart nicht nur wertvolle Zeit, die ein Mann sinnvoller einsetzen kann. Es ist am Ende auch billiger als jede Hausfrau und befreit außerdem von den Abhängigkeiten, die mit einer Dauerbeziehung verbunden sind.
Meine Lösung heißt Thermomix, oder besser gesagt die wesentlich günstigere Alternative mit der sperrigen Bezeichnung Silvercrest Monsieur Cuisine Connect. Die grandiose Küchenerfindung kann zwar längst nicht alles, was ein Amateurkoch in der Küche so zaubern kann. Aber was das Gerät kann, beherrscht es geradezu perfekt. Seine Stärke sind vor allem One-Pot-Gerichte. Die produziert er fast ohne menschliches Zutun, während ich ungestört weiterarbeite und nur auf das Signal warte, dass alles fertig ist.

Die günstigere Alternative zum Thermomix

Dieses Küchengerät ist für einen Mann ohne Anhang geradezu ideal. Es ist robust, einfach zu handhaben und immer bereit, ein schnelles Brot zu backen, eine leckere Mahlzeit auf den Tisch zu bringen und noch tausend andere Küchenarbeiten zu erledigen. 500 Gerichte sind direkt im Gert gespeichert. Weitere kann man sich über die Lidl App herunterladen – komplett mit Einkaufsliste und Erklärung der einzelnen Arbeitsschritte./


Die Rezepte für den Küchenhelfer beziehe ich aus dem Internet. Lidl hat dafür eine recht vielseitige Rezeptsammlung eingerichtet, die mir jede Woche neue Ideen liefert. Leider gibt es hier auf dem flachen Land keinen Lieferdienst. Also nutze ich Google Notizen, um mir alles zu notieren, was eingekauft werden muss. Einmal die Woche geht es dann zu Lidl an der Ecke und ich brauche selten mehr als eine halbe Stunde, um meinen Einkaufskorb mit allem zu füllen, was es nächste Woche zu Essen gibt. Ein Mann will schließlich für solche Alltäglichkeiten nicht mehr Zeit verwenden als unbedingt nötig ist.
Die Roboter erobern das Heim
Bleibt noch die lästige Hausarbeit vom Saugen des Fußbodens bis zum Staubwischen. Doch auch dafür hat männlicher Erfindergeist längst eine Lösung entwickelt. Das Stichwort heißt Saugroboter und so etwas sollte eigentlich in keinem Männerhaushalt fehlen. Ich habe mir so ein Ding zu Weihnachten 2020 zum Geschenk gemacht und damit den guten alten Staubsauger in die Abstellkammer geschickt. Seitdem musste ich lediglich einmal die Kehrbürsten auswechseln, ansonsten läuft mein „Roby“ völlig problemlos durch die Wohnung, während ich die Beine hochlege.
Roby ist mit meinem WLAN verbunden und lässt sich per Handy-App steuern. Nachdem ich Besuch hatte, kann ich ihn also veranlassen, seine üblichen Runden durchs Haus zu drehen und alles ist wieder sauber. Ansonsten habe ich ihn so programmiert, dass er am Freitagmorgen alles fürs Wochenende sauber macht und am Montagmorgen die Krümel und sonstigen Spuren des Wochenendes wieder einsammelt. Er fährt zwar in einem seltsamen Zickzackkurs durch die Wohnung, dessen Logik sich mir nicht erschließt. Aber er erreicht dabei jede Ecke und ich kann mich nicht beklagen. Und wenn er fertig ist, findet er selbstständig wieder zu seiner Docking-Station zurück und holt sich neue Energie aus der Steckdose.
Ich habe hier überall Fliesenböden. Wenn Roby eines Tages Alterserscheinungen zeigt, werde ich ihn durch einen Roboter ersetzen, der nicht nur saugen, sondern auch wischen kann.

Roboter zum Wischen und Saugen

Der Mann von heute lässt wischen und guckt beim Staubsaugen nur zu. Dieser Wisch- und Saugroboter spart richtig Zeit und liefert perfekte Ergebnisse. Er lässt sich per App steuern und findet nach der Arbeit wieder zu seiner Dockingstation zurück.


Die Frau als Lustobjekt
Die Frau als Lustobjekt
Den Begriff Hausfrau wird es wohl in ein paar Jahren nicht mehr geben. Womit soll sich auch eine Frau die Zeit vertreiben, wenn sich die Hausarbeit praktisch von allein erledigt. Da macht es eigentlich Sinn, dass sie sich voll und ganz dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellt. Nicht nur, um das Geld ins Haus zu bringen, das für all die kleinen Bequemlichkeiten des Alltags benötigt wird. Sondern auch, damit sie tagsüber beschäftigt ist und abends müde nach Hause kommt, anstatt voller Energie über ihren todmüden Mann herzufallen.
Die Frau wird damit zum reinen Liebhaberobjekt, die keinen praktischen Nutzen mehr erfüllen muss. Mancher Mann behält sie eigentlich nur aus alter Gewohnheit. Ganz, einfach, weil er sie bereits kennt und sich über viele Jahre an sie gewöhnt hat. Immer mehr Männer nutzen jedoch auch die neu gewonnene Freiheit und halten sich die Frau aus ihrem Leben fern. Ich selbst sehe meine langjährige Geliebte eigentlich nur noch am Wochenende zum Spaß und Vergnügen. Während der Woche lebt sie in ihrer eigenen Wohnung und geht ihrer Arbeit nach, während ich die Zeit im Home Office verbringe und meine Computer-Tastatur bearbeite. So kommen wir uns nicht in die Quere und verbringen nur die schönen Stunden des Lebens miteinander.
Aber jeder muss seinen Weg finden. Wer lieber ein fleißiges Wesen an seiner Seite hat, das nicht nur lächeln kann, sondern sich auch um alles kümmert und obendrein noch für die emotionalen und sexuellen Bedürfnisse sorgt, der kann es ja bei der seit Jahrtausenden bewährten Methode belassen.