Facebook wird immer uninteressanter

Facebook war einst eine Plattform, auf der es hoch herging. Da gab es Reibungen. Da prallten Meinungen aufeinander. Da wurde diskutiert wie in der Kneipe und man musste schon sehr ausfallend werden, bevor es zu Verwarnungen oder gar Sperrungen kam.

Seitdem es in Deutschland ein rotgrünes Regierungskartell gibt, ist Facebook von staatlicher Zensur geprägt, wie keine andere Social Media Plattform. Ein im Bertelsmann Medienkonzern angesiedeltes Unternehmen namens Arvato in Berlin wurde von Meta beauftragt, die Community Standards von Facebook durchzusetzen. Seitdem geht es darum, „Hassrede“ einzudämmen und „Fake News“ zu verhindern. Es tauchen also dieselben Buzzwords auf, die auch das grünrote Meinungsbild prägen.

Hassrede ist immer die Rede der Anderen

Hass ist eine tief emotionale, aber letztendlich doch normale menschliche Reaktion. Jeder Mensch wird wohl Dinge kennen, die er nicht nur verurteilt, sondern regelrecht hasst. Abtreibungsgegner hassen Schwangerschaftsabbrüche. Sie verurteilen dieses Vorgehen nicht nur. Nein, sie hassen es und können richtig wütend werden, wenn sie darüber reden. Nichtraucher hassen Raucher. Manche Menschen hassen Türken, Moslems, Ausländer ganz allgemein. Immer sind heftige Emotionen im Spiel und selten besteht die Bereitschaft zu gegenseitiger Toleranz.

Aber es ist nicht verboten, etwas zu hassen und das aus gutem Grund. Auch die viel zitierte Hassrede in den sozialen Medien ist nach dem Gesetz nicht verboten. Nicht einmal Gewaltandrohung ist verboten, sondern erst die Ausübung von Gewalt. Allerdings hat der Betreiber einer Plattform das Recht, auf einen zivilisierten Umgang miteinander zu bestehen und Leute auszuschließen, die dazu nicht bereit sind.

Auch Grüne, Sozialisten und Kommunisten tragen viel Hass in sich. Grüne hassen ihr eigenes Land und haben das schon oft genug dokumentiert. Ein überzeugter Sozialist hasst jeden, den er als reich bezeichnet. Und Kommunisten hassen sogar jede Art von privatem Besitz. Deswegen haben Grüne nur ein Problem mit Ausländerhass, Sozis sind für hohe Steuern, aber nur für Reiche und die ganz Roten halten jede Art von Gewalt für gerechtfertigt, wenn sie sich gegen Kapitalisten richtet.

Wenn der rotgrüne Mainstream im Deutschland von heute auf Hassrede stößt, dann stört er sich natürlich vor allem an Hass gegen, der sich gegen die eigene Weltsicht richtet. Und wenn ein Medienunternehmen, das mitten in diesem Mainstream steht, zur Internet-Zensur aufgerufen ist, dann kann man sich gut vorstellen, gegen wen sie sich richtet.

Fake ist, was nicht sein darf

Dasselbe trifft auf die heute viel zitierte sogenannte Falschinformation zu – neudeutsch Fake News genannt. Als Fake wird da mittlerweile gerne alles interpretiert, was nicht dem grünen und roten Narrativ entspricht. Auch die Argumente gegen die Corona-Impforgie galten einmal als Fake News und wurden wütend bis herablassend als Verschwörungstheorien verunglimpft.

Wer sich seinerzeit auf Erkenntnisse stütze, die sich außerhalb der politischen Hysterie bewegten, lebte bei Facebook ganz nahe an der Sperrgrenze. Da war dann ganz schnell von Fake News die Rede und als Beweis folgte ein Artikel der „Faktenchecker“ von Correctiv. Das ging so lange gut, bis Correctiv selbst Fake News erfand, um die mittlerweile nur noch als Nazis beschimpfte politische Mitte Deutschlands zu diskreditieren.

Es gibt natürlich echte Falschmeldungen. Doch überraschend viele davon sind in den deutschen Verlagsmedien zu finden, die sich gerne als kritisch bezeichnen, aber längst zum Sprachrohr der Regierung geworden sind. Rot und Grün waren einst die Symbolfarben eines kritischen Teils der Gesellschaft. Sozialdemokraten haben viel zur Gerechtigkeit beigetragen und Grüne sind gewissermaßen der Ursprung des mittlerweile tief verwurzelten Umweltbewusstseins. Das muss man an dieser Stelle einfach positiv erwähnen.

Demokratie als Etikettenschwindel

Doch die Szene hat sich verändert. Heute hat Rotgrün einen erheblichen Einfluss, der vor allem durch zahlreiche staatlich geförderte NGOs umgesetzt wird. So wurde zum Beispiel kurz vor der Wahl 2025 zu landesweiten Massendemonstrationen aufgerufen, die sich auf nichts anderes als den Fake News von Correctiv gründen. Man destabilisiert ein Land durch ungebremste Immigration und in den Medien ist von „Fachkräften“ die Rede. Man grenzt systematisch eine Partei aus, die ein Viertel der Bevölkerung repräsentiert, denn demokratisches Verständnis war linken Kräften schon immer fremd. Der Zeitgeist ist eben heute links und das linke Meinungskartell reicht mittlerweile von der Linken bis zu den Sozialisten und von den Grünen bis zur Merkel-CDU.

Facebook steht natürlich auch unter dem Druck dieser allgemeinen Meinungsdiktatur. Die Süddeutsche Zeitung beschreibt recht anschaulich, wie willkürlich Facebook dabei vorgeht.

Die Restriktionen seitens Facebook ändern sich hin und wieder. Kam es früher zu Sperrungen eines Accounts, die von ein paar Tagen zu Monaten reichten, wird heute auch ganz schnell mal die vollständige Löschung eines Accounts vorgenommen. Die Begründung: Verletzung der Facebook Community Standards. Doch diese sind ausreichend schwammig formuliert, um eine nahezu beliebige Interpretation zu erlauben. Wer Erfahrung damit hat, hegt schon lange den Verdacht, dass die unter Zeitdruck arbeitenden Moderatoren bei Arvato schlicht und einfach ihre persönlichen politischen und gesellschaftlichen Präferenzen einsetzen, um ihre Urteile zu fällen.

Das Ganze folgt dann einem starr vorgegebenen Prozedere, das praktisch keinen Widerspruch erlaubt. Die Süddeutsche kommt daher auch zu dem Schluss:

„Wäre Facebook ein Staat, wäre es eine Diktatur. Die Möglichkeiten, sich ernsthaft zu wehren, sind für Nutzer begrenzt, im Grunde kaum vorhanden. Was soll man auch machen? In den USA klagen? Wegen eines gesperrten Beitrages? Wer hat das Geld und die Zeit?“

Der Account von Mannsichten wurde schon mehrmals eingeschränkt und zweimal komplett gelöscht. Ansichten abseits des rotgrünen Mainstreams sind eben im Deutschland von heute unerwünscht und werden im Rahmen der Möglichkeiten verfolgt.

Wie gesagt, früher war Facebook durchaus interessant. Mittlerweile achten jedoch die Nutzer darauf, was sie von sich geben. Wenn es um Politiker geht, kann man sogar von einem Maulkorb sprechen, denn „Majestätsbeleidigung“ kann ganz schnell den Besuch mehrerer Polizisten in den frühen Morgenstunden zur Folge haben. Dann sind Computer und Handy erst mal beschlagnahmt und das persönliche Leben ist weitgehend lahmgelegt. Denn natürlich rückt Facebook auch die Identität seiner Nutzer heraus, wenn der Staat es will.

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