Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Diese Worte aus einem Gedicht von Herrmann Hesse ist zum Sprichwort geworden und auf nichts treffen sie mehr zu als auf den Anfang einer neuen Liebe. Wenn man verliebt ist, scheint die Welt in bester Ordnung zu sein. Man denkt nicht mehr im Ich, sonder zunehmend im Wir. Probleme scheinen weit entfernt zu sein und wenn sie sich bemerkbar machen, findet sich sicher eine Lösung. Schließlich ist man ein Paar und fest entschlossen, das Leben gemeinsam zu meistern.
Doch die Wirklichkeit spricht meist eine völlig andere Sprache. Denn Beide haben ja ihre eigene Persönlichkeit nicht aufgegeben. Sie lebt weiter und das Beste, was man erreichen kann, ist einigermaßen miteinander klar zu kommen, und bei unterschiedlichen Meinungen einen Kompromiss zu finden, mit dem jeder irgendwie leben kann. Das klappt jedoch nicht immer und im Laufe des Lebens immer weniger.
Denn wenn zwei versuchen, den Ton anzugeben, entsteht kein neues Musikstück, das man Hörgenuss erzeugt. In aller Regel entsteht lediglich ein Missklang, den man nicht genießen, sondern bestenfalls ertragen kann. Das haben schon die Religionsgründer der alten Zeit erkannt und schlicht und einfach festgelegt, dass dem Mann die Führung zusteht, während die Frau ihm zu gehorchen hat. Ein Prinzip, das noch heute funktioniert, wenn der Mann seine Rolle annimmt und sich eine Frau nimmt, die bereit ist, seine Herrschaft zu akzeptieren.
Respektlosigkeit ist Beziehungsgift
Wenn man Männer fragt, weshalb sie ihre Frau, Partnerin oder Geliebte verlassen haben, dann stößt man immer wieder auf dieselben Gründe. Einer davon ist zunehmende Respektlosigkeit. Männer sind nämlich im Kern ihres Wesens als Führer geboren. Auch wenn zumindest in der westlichen Welt die meisten von ihnen dieses Privileg aufgegeben haben, reagieren sie noch immer empfindlich, wenn ihnen kein Respekt entgegengebracht wird.
Eine abfällige Bemerkung genügt schon und ein Mann fühlt sich in seiner Männlichkeit angegriffen. Und wenn sich eine Frau auf seine Kosten lustig macht, darf sie sich nicht über heftige Gegenwehr wundern und sollte sich auf einen handfester Streit einstellen.
Eine kluge Frau verzichtet daher bewusst darauf. Aber nicht jede Frau ist klug genug. Die anderen handeln sich Ärger ein, denn ein richtiger Mann wird sich wehren. Das ist bei ihm eine instinktive Reaktion, denn seine innere Stimme sagt ihm, dass eigentlich er es ist, der das Sagen haben sollte. Und wenn ihm das eine Frau streitig machen will, begibt sie sich auf verdammt dünnes Eis.
Sie hat es nämlich dann mit einem Mann zu tun, der sich ständig im Verteidigungsmodus befindet. Und der sofort empfindlich reagiert, wenn seine männliche Rolle auch nur andeutungsweise infrage gestellt wird. Mit dem Wirgefühl ist es dann schnell vorbei und das Paar läuft Gefahr, wieder als zwei Einzelpersonen zu handeln und ihren Egobedürfnissen zu folgen.
Emanzen raten hier dringend, den Kampf aufzunehmen und dem Mann zu zeigen, dass sie bei allem ein Wörtchen mitzureden haben. Aber in der Praxis funktioniert das nicht und jede unterschiedliche Meinung artet sofort in eine unendliche Diskussion aus, bei der es mehr um persönliche Eitelkeiten geht, als um die Sache selbst. Man kann das Problem lösen, indem man bereits am Anfang der Beziehungen klare Regeln festlegt. Aber auch die müssen ausgehandelt werden und sind am Ende ein Kompromiss.
Kontrollwut zerstört Vertrauen
Was vielen Männern tierisch auf den Senkel geht, ist eine Frau, die alles wissen, kontrollieren und mitbestimmen will. Sie übernimmt zwar grundsätzlich keine Verantwortung. Aber sie will gefragt werden, wenn er Geld für sein Hobby ausgibt. Sie will mitentscheiden, wenn es um die Anschaffung eines neuen Autos geht. Manchmal will sie sogar komplett über die Finanzen bestimmen, weil sie meint, das besser zu können.
Für einen Mann ist das ein Angriff auf seine Autonomie und er wird sich das nicht gefallen lassen. Oder er wird über kurz oder lang sie fallen lassen. Denn ein Mann ist zwar durchaus bereit, nicht alles selbst zu entscheiden und bestimmte Aufgaben zu delegieren. Aber kein Mann will sich von einer Frau bevormunden lassen. Wenn sie klug ist, respektiert sie daher seine Natur und rettet dadurch die gemeinsame Beziehung.
Alles wissen, alles bestimmen und alles kontrollieren zu wollen, ist nämlich ein Ausdruck von Misstrauen und sollte in einer guten Beziehung eigentlich nicht den Ton angeben.
Entscheidungen sind einfach Männersache
Frauen sind wahre Meister darin, sich möglichst indirekt auszudrücken und einfach darauf zu vertrauen, dass sie richtig verstanden werden. Sie lieben es geradezu, einfache Aussagen hinter kryptischen Formulierungen und undurchsichtigen Sprachcodes zu verstecken. Sie reden in Andeutungen und glauben, jeder würde erraten, was sie eigentlich sagen wollten. Das kann man ihnen nicht wirklich verübeln, denn dieses Verhalten ist für Frauen so typisch, dass es wohl von der Natur so gewollt ist.
Verhaltensforscher führen dieses für Männer nur schwer durchschaubare Verhalten darauf zurück, dass Frauen in der Vergangenheit nur selten Macht hatten und daher über viele Jahrtausende hinweg die Fähigkeit entwickelt haben, Dinge auszudrücken, ohne sie konkret zu auszusprechen und Männer zu beeinflussen, ohne sie explizit zu irgendetwas aufzufordern. Das macht es nicht leichter, aber es ist zumindest eine Erklärung.
Nicht wenige Frauen haben diese Manipulationstechnik zur Perfektion entwickelt. Will ein Mann nett sein und sie in seine Entscheidungsfindung einbeziehen, finden sie das zwar toll und richtig, aber sie weigern sich, das Spiel mitzuspielen. Warum? Weil sie Angst vor der möglichen Tragweite einer Entscheidung haben. Weil sie nicht schuld an einer falschen Entscheidung sein wollen. Weil es ihnen unendlich schwerfällt, sich zwischen zwei oder gar mehr Alternativen entscheiden zu müssen. Das mag im Einzelfall nicht zutreffen, aber es ist eher die Regel als die Ausnahme.
Typisch für eine Frau ist es, sich grundsätzlich so auszudrücken, dass am Ende keine eindeutige Entscheidung dabei herauskommt. Sie wird ihre Unfähigkeit, sich eindeutig für oder gegen etwas zu entscheiden, hinter vielen Worten verstecken, die genügend Interpretationsspielraum geben, um daraus sowohl Zustimmung als auch Ablehnung herauslesen zu können. Sie will zwar gefragt und in die Entscheidungsfindung einbezogen werden, scheut aber die Entscheidung selbst und windet sich daher trickreich aus der Situation.
Vor allem eine Frau, die vom Geist der Emanzipation infiziert ist, will in jeden Entscheidungsprozess eingebunden werden. Stellt sich jedoch eine Entscheidung am Ende als Fehlentscheidung heraus, streitet sie vehement ab, irgendwie daran beteiligt gewesen zu sein.
Ebenbürtig aber nicht gleichberechtigt
Männer und Frauen sind natürlich gleich im Sinne von gleichwertig. Ein Mann sollte daher keine wichtige Entscheidung treffen, ohne seine Frau, Freundin oder Geliebte mit auf den Weg zu nehmen, den er einschlagen möchte. Aber er sollte es niemals ihr überlassen, die Richtung dieses Wegs zu bestimmen. Er sollte ihre Gefühle, Vorlieben und Abneigungen berücksichtigen, aber er sollte sich keinesfalls davon abhängig machen. Denn, wie gesagt, wenn es schiefgeht, wird sie ganz selbstverständlich ihm die Schuld dafür geben.
Gleichberechtigung ist daher eine Illusion. Sie war es immer und wird es auch immer sein. Trotzdem sollte ein Mann die Stimmung seiner Frau einfangen und berücksichtigen, bevor er eine Entscheidung trifft. Er sollte ihr zumindest die Illusion vermitteln, an der Entscheidung selbst beteiligt gewesen zu sein und maßgeblich dazu beigetragen zu haben. Sonst provoziert er geradezu, das sie ihm irgendwann den berühmten Satz entgegenschleudert: „Ich habe es dir ja gleich gesagt …“. Was natürlich völlig unabhängig von dem ist, was sie tatsächlich gesagt hat.
Eine alte Freundin sagte mir einmal: „Frauen treffen nie eine eigene Entscheidung. Sie diskutieren das Thema mit ihren Freundinnen. Sie lassen sich „beraten“ und holen die Meinung von einem Mann ein, der sich angeblich auskennt. Sie brauchen eine kleine Ewigkeit, bis dieser Prozess abgeschlossen ist und tun am Ende einfach das, was die Mehrheit für richtig hält oder was „man“ in so einer Situation eben tut.
Ein Mann sollte daher nicht an das Märchen von der Gleichberechtigung glauben. Es ist nie ganz falsch, andere Sichtweisen und Meinungen auf sich wirken zu lassen. Er sollte also durchaus die Meinung der Frau einholen, die ihm nahesteht, allein schon um sich vor einem allzu festgefahrenen Denken zu schützen. Aber wenn diese Phase der Meinungsbildung abgeschlossen ist, sollte er es sich nicht nehmen lassen, seine ureigene Entscheidung zu treffen und daran festzuhalten, auch wenn er mit seiner Meinung allein dasteht.
Wer entscheidet, ist immer schuld
Es gibt Männer, die gehen jeder Entscheidung aus dem Weg. Allein schon, weil sie Angst davor haben, schuld zu sein, wenn sie sich als die falsche Entscheidung herausstellt. Also tun sie das, was alle anderen auch tun. Das gibt ihnen ein Gefühl der Sicherheit, denn in der Masse fühlen sie sich geborgen und glauben, das Richtige zu tun. Sie entscheiden sich für das langweiligste Auto auf dem Markt, nur weil man das an jeder Ecke sieht. Sie sehen erst mal bei der Stiftung Warentest nach, bevor sie sich für einen simplen Küchenmixer entscheiden. Oder sie gehen einfach nach dem Grundsatz vor, teuer ist besser und damit nie ganz falsch.
Doch das ist eigentlich eine weibliche Herangehensweise, die eines Mannes nicht würdig ist. Denn wer immer nur Mainstream ist, hat auch keine Chance, aus der Masse herauszuragen. Wer Beamter wird, um kein Risiko einzugehen und einen sicheren Job zu haben, wird eben ein belangloses Leben führen, das vielleicht kein Risiko, aber auch keine Begeisterung und keine Höhepunkte kennt. Und die Frau an seiner Seite wird vermutlich aus demselben Milieu stammen und genauso langweilig sein.
Wer mutige Entscheidungen trifft, geht dabei meist ein höheres Risiko ein. Doch wer nichts wagt, kann auch nichts gewinnen. Er kann zwar richtig böse auf die Nase fallen und ist am Ende vielleicht pleite. Aber er wird aus Fehlern lernen und mit jedem neuen Anlauf besser werden. Und sein Leben wird alles andere als langweilig sein.
Das ist der Grund, weshalb vor allem Männer ein Startup gründen, während Frauen den vermeintlich sicheren Weg gehen und ewig eine mäßig entlohnte Angestellte bleiben. Es erklärt auch ziemlich plausibel, weshalb sich Frauen lieber an einen erfolgreichen Mann hängen, anstatt selbst etwas auf die Beine zu stellen. Wenn dann sein Vorhaben scheitert und der Geldstrom versiegt, verschwindet sie ganz schnell aus seinem Leben und lässt ihn mit den Worten „Ich hab’s dir ja gleich gesagt“ mit all seinen Problemen allein.
Was ein weiterer Grund für einen Mann ist, seinen Weg zu gehen, seine Entscheidungen zu treffen und bereit zu sein den Erfolg zu genießen und den Misserfolg nicht als Ende der Welt zu sehen. Es ist zwar schön, eine Frau an seiner Seite zu haben. Aber eigentlich ist es nur die schönste Nebensache der Welt, von der sich ein Mann nie abhängig machen sollte.